COOL - Projekt

Am 07.11.2016 erhielt die BBS Cadenberge das Zertifikat als „COOL – Impulszentrum“; vergeben vom Österreichischen Bildungsministerium, Wien

EU Projekt:

Cooperative Offene Lernformen in der Berufs- und Lehrerbildung
Studienseminar Stade BBS (Deutschland)

COOL-Impulszentrum und Verein zur Förderung des kooperativen offenen Lernens Steyr (Österreich) (Rechtskörper) in Kooperation mit mehreren Berufsbildenden Schulen mit COOL-Zertifizierung in Österreich

Beteiligte Partner

- 10-12 BBSen aus Bereich der Landesschulbehörde Lüneburg (z.B. BBS Zeven, BBS Celle I, BBS STD III, BBS I LG, BBS Lüchow, BBS Walsrode, BBS Cuxhaven)
- COOL-Impulsschule BBS Rotenburg (auch Europaschule)

Projektpartner im Weiterentwicklungsprozess

 2 Schulen (BBS) in Niederlande (Maurick College Vughd, Schule in Bergen op Zoom)
 2 Schulen (BBS) in Österreich (BBS Rohrbach, BBS Ybbs)

Ziel des Projektes

stellt die Ausgestaltung und Umsetzung von Kompetenzorientierung im Berufsbildungs- und
Lehrerausbildungsprozess insbesondere am Studienseminar Stade BBS und in den beteiligten
BBSen aus dem Bereich der Landesschulbehörde Lüneburg dar.

Kompetenzorientierung ist inzwischen in Europa zentraler Anspruch für Unterricht an
berufsbildenden Schulen und für die gesamte Lehrerausbildung (für Niedersachsen: § 2 APVO:
Ziel des Vorbereitungsdienstes ist es, dass die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst die in der
Anlage genannten Kompetenzen (…) erwerben.) Kompetenzorientierung basiert hierbei ganz
wesentlich auf selbstreflexiven, selbstgesteuerten, offenen, aber immer kooperativen Lernformen.

In diesem Projekt soll es einerseits um den Transfer des im COOL-Impulszentrum / Verein zur
Förderung des kooperativen offenen Lernens in Steyr (Österreich auf der Basis der
Reformpädagogik inzwischen sehr breit etablierten COOL-Konzeptes (Cooperatives Offenes
Lernen), aber auch um dessen Anpassung und Weiterentwicklung gehen. Im Zentrum steht die
Implementierung insbesondere in der Lehrerbildung für berufsbildende Schulen am
Studienseminar Stade und in den beteiligten BBSen der Landesschulbehörde Lüneburg.

Idee im Sinne der Sicherung von Nachhaltigkeit sind Impulse zur Umsetzung der kooperativen
offenen Lernformen intern im Studienseminar und in den beteiligten Schulen, national/lokal durch
Impulsschulen zur "Infizierung" benachbarter BBSen und übernational durch einen
kontinuierlichen Austausch von Lehrkräften und Konzepten mit den beteiligten Partnern in
Österreich und den Niederlanden weit über das eigentliche Projektende hinaus.

Als Hauptpartner kommt insbesondere das COOL-Impulszentrum / Verein zur Förderung des
kooperativen offenen Lernens in Steyr (Österreich) in Betracht, da dort das Konzept des
Cooperativen Offenen Lernens, kurz „COOL“ genannt, von einem Team aus Lehrerinnen und
Lehrern entwickelt wurde. COOL ging aus dem 1996 an der Bundeshandelsakademie und
Bundeshandelsschule Steyr begonnen Schulversuch „Differenziertes Lernen als
Integrationsfaktor“ (NEUHAUSER/WITTWER 1999) hervor. Neben der Erziehung der
Schülerinnen und Schüler zu mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit durch
selbstgesteuertes Lernen stand vor allem die Entwicklung sozialer Kompetenzen im Vordergrund.

Der Ansatz greift auf die aus der Reformpädagogik stammende Arbeitsidee zurück, und damit
zentral auf den Daltonplan von Helen Parkhurst.1, der auf den Prinzipien „Freedom“,
„Cooperation“ und „Budgeting Time“ beruht.

Die guten Erfahrungen aus diesem Schulversuch, insbesondere aus der Unterrichtspraxis und die
positiven Ergebnisse der im Rahmen der Aktionsforschung durchgeführten Evaluation haben dazu
geführt, dass das Konzept des Cooperativen Offenen Lernens an ca. 80 Schulen in Österreich, vor
allem im berufsbildenden Bereich umgesetzt wurde und praktiziert wird. Die Zahl der COOLSchulen
in Österreich nimmt kontinuierlich zu und inzwischen gibt es auch einige COOLzertifizierte
BBSen in Deutschland (jüngst wurde die BBS Rotenburg (Wümme) als COOLImpulsschule
zertifiziert).

Das COOL-Impulszentrum hat zahlreiche Fortbildungsaktivitäten etabliert, die durch das
BMUKK (Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur) unterstützt und durch
Expertinnen und Experten der Universitäten Linz, Salzburg und Innsbruck wissenschaftlich
begleitet wurden. An diesen Fortbildungsaktivitäten soll im Rahmen dieses EU-Projekt in
besonderer Weise partizipiert werden.

Projektpartner im Weiterentwicklungsprozess sollen insbesondere Schulen In den Niederlanden
sein, da diese als Keimzellen des COOL-Konzeptes für den Hauptpartner in Österreich anzusehen
sind. Diese Schulen lieferten wesentliche Impulse für das COOL- Impulszentrum und den Verein
zur Förderung des kooperativen offenen Lernens in Steyr (Österreich), sind aber selbst in einem
kontinuierlichen Anpassungs- und Innovationsprozess.

Diesen Partnern soll die zentrale Rolle von critical friends im Weiterentwicklungsprozess aller
beteiligten Einrichtungen zukommen.

Hintergrundinformation

Aufgrund einer Fortbildungsinitiative des Studienseminars Stade BBS an den BBS Rotenburg ist
es zu einem intensiven Kontakt einzelner Lehrkräfte und der Seminarleitung mit dem COOLImpulszentrum
in Steyr gekommen. Die besondere Bedeutung des COOL-Konzeptes für die
Unterrichtsentwicklung von BBSen hat im Herbst 2012 zu einem vom Studienseminar wesentlich
getragenen, im Rahmen einer Schulleiterbegleitfortbildung stattgefunden Exkursionsbesuchs des
COOL-Impulszentrums Steyr und verschiedener COOL-zertifizierter BBSen u.a. in Salzburg,
Wien, Steyr und Rohrbach geführt. Unterstützt wurde die Schulleiterbegleitfortbildung durch die
Universität Linz.

Das Studienseminar Stade BBS nimmt im Gesamtprozess der Kooperation deshalb eine zentrale
Rolle ein, weil es dem Anspruch folgt, über die Etablierung offener kooperativer Lernformen in
der eigenen LehrerInnenausbildung im Sinne eines pädagogischen Doppeldeckers zu wirken und
damit Schulen über "nachwachsende Ressourcen" von innen her zu verändern.

Projektkonzept

Das Projektkonzept ergibt sich wesentlich aus dem nachfolgenden Vorschlag des Projektplans.
Wesentliche Aspekte sind die Fortbildungsveranstaltungen in Österreich, die
Regionalgruppentreffen, bei denen es insbesondere um konkrete Umsetzungen in den eigenen
Einrichtungen gehen wird und die Exkursionen in Schulen (BBS) in den Niederlanden und zu
COOL-zertifizierten Schulen (BBS) in Österreich, die jeweils zu beiden Terminen parallel, hälftig
und wechselnd stattfinden sollen.

Handlungsergebnis

soll die nachzuweisende Umsetzung von Ansätzen kooperativen offenen Lernens in den eigenen
Einrichtungen sein. Die Dokumentation erfolgt hierbei in dem von jeder Teilnehmerin/ jedem
Teilnehmer anzufertigenden Portfolio, in einem Entwicklungsbericht der verschiedenen
Schultandems zum Implementierungsprozess in der eigenen Schule und in den Ergebnispapieren
der Regionalgruppentreffen.

© Studienseminar Stade BBS
Weitere Informationen unter Infoflyer COOL